Gestern bin ich über besagte EK gefahren. Bei Annäherung eines Straßenfahrzeuges an die EK leuchtet auf einem mit weiß blinkendem Rand versehenen Display die Schrift auf: "Stopp in 48 m!" Ich denke mir, bei soviel Aufwand in so eine Anlage, die erst wieder nur Informationscharakter hat, könnte man die EK gleich mit einer ordentlichen Lichtzeichenanlage mit Rotlicht ausstatten.
Njet!
Eine EK Sicherungsanlage hat Deutlich höhere Anforderungen als ein solches Zusatzschild!
Hier ein Beispiel.:
1998 habe ich mich einmal bei einem Österreichischen Sicherungsanlagenanbieter für ein Projekt informiert was so eine EK-Sicherungsanlage kostet.
Resultat: damals einfachste Ausführung nach §9 der Eisenbahnkreuzungsicherungsverortnung: 580.000 damals noch Alpendollar! (Einfachste Ausführung: an zwei Stellen gibt es Schaltkästen zum Manuellen Ein- und Ausschalten, 6 Lichtzeichen für die Straße, Notstromversorgung (für mindestens 1 Woche muß ein Netzunabhängiger Betrieb gewährleistet sein, wenn das Netz ausfällt) und die Steuerung (Damals wurden z.B.: an einer einfachen Anlage 1200 Relaise verwendet.)
§10 Anlagen währen damals übrigens auf ca. 750.000.- gekommen...
Das Blinkschild ist NICHT in der EK-Verordnung drinnen und kann dadurch wesentlich einfacher gebaut werden, was wiederum nur einen Bruchteil der Kosten ausmacht.
Der Bahnübergang, für den ich die Informationen eingeholt habe wird daher nur mehr mittels "Decken" durch Verschieber gesichert, wenn einmal ein Zug über die Straße muss...