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Autor Thema: Slowenien, Kroatien und Serbien starten gemeinsames Bahnunternehmen  (Gelesen 104 mal)
dr. bahnsinn
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Die Donau ohne Donauuferbahn? Undenkbar!


« am: Fr, 30.07.2010 18:40 »

Laut Standard starten die Länder Slowenien, Kroatien und Serbien ab 1. September ein gemeinsames Bahnunternehmen. Ziel des neuen Unternehmens ist es, den Korridor X des paneuropäischen Bahnverkehrs attraktiver zu machen.

Nachzulesen hier: http://derstandard.at/1277339284554/Start-Serbien-Kroatien-und-Slowenien-fahren-gemeinsam-Bahn

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dr. bahnsinn - der Forendoktor
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« Antwort #1 am: Sa, 31.07.2010 09:26 »

Echt super!
Zuerst trennen sie sich und dann vereinen sie sich wieder. Vielleicht in Folge auch die Staaten?
Dann hätten sich sich den Tschuschenkrieg Bruderkrieg 1991 sparen können. Und wir einen Haufen Flüchtlinge. Angry
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dr. bahnsinn
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Die Donau ohne Donauuferbahn? Undenkbar!


« Antwort #2 am: Sa, 31.07.2010 18:42 »

Echt super!
Zuerst trennen sie sich und dann vereinen sie sich wieder. Vielleicht in Folge auch die Staaten?
Dann hätten sich sich den Tschuschenkrieg Bruderkrieg 1991 sparen können. Und wir einen Haufen Flüchtlinge. Angry

Da die Diskussion über die politische Wiedervereinigung einiger ex-jugoslawischer Staaten in einem Eisenbahnforum eigentlich OT ist, nur so viel zu diesem Thema: Eine politische Wiedervereinigung kannst du ausschließen, dafür sind die Gräben zwischen den Völkern zu tief. Das Staatengebilde Jugoslawien funktionierte nur unter der starken Hand Titos einigermaßen, aber einen wirklichen Zusammenhalt unter den Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlichen Religionszugehörigkeiten hat es nie gegeben und wird es auch nicht geben.

Zum eigentlichen Thema Zusammenschluß der nationalen Bahngesellschaften: Warum nicht? Man muss sich ja nicht unbedingt gern haben, um etwas Gemeinsames auf dem Sektor Bahnverkehr auf die Beine zu stellen, das wirtschaftlich und logistisch Sinn macht. Wenn die drei Staaaten es tatsächlich schaffen sollten, in Hinkunft eng zusammenzuarbeiten, dann könnte im Süden Österreichs und Ungarns eine ernsthafte Konkurrenz zur Donauachse entstehen.

PS.: Noch etwas zu den von dir angesprochenen Flüchtlingen, die uns womöglich erspart geblieben wären, hätten die da unten keinen Bürgerkrieg angefangen: Dass die Geschwister Mirna und Dinko Jukic jetzt für Österreich Medaillen erschwimmen, ist dir aber schon recht, gell?   
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dr. bahnsinn - der Forendoktor
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Die DB hat die Weißwurst, die ÖBB eine Debreziner


« Antwort #3 am: Sa, 31.07.2010 18:59 »

PS.: Noch etwas zu den von dir angesprochenen Flüchtlingen, die uns womöglich erspart geblieben wären, hätten die da unten keinen Bürgerkrieg angefangen: Dass die Geschwister Mirna und Dinko Jukic jetzt für Österreich Medaillen erschwimmen, ist dir aber schon recht, gell?   
Will mich jetzt da nicht einmischen, aber so kann man das auch nicht stehen lassen; jeder kennt den Fall Zogai, die haben leider das Pech nicht Sportlich zu sein und doch einiges auf dem Kerbholz zu haben...........


Es gibt immer 2 Seiten der Medailie.......

Und jetzt bitte weg vom OT
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jz 461
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« Antwort #4 am: Sa, 31.07.2010 20:20 »

Echt super!
Zuerst trennen sie sich und dann vereinen sie sich wieder. Vielleicht in Folge auch die Staaten?
Dann hätten sich sich den Tschuschenkrieg Bruderkrieg 1991 sparen können. Und wir einen Haufen Flüchtlinge. Angry

Ein absolut verzichtbares Posting, das von absoluter Ahnungslosigkeit über die Vorgeschichte, Hintergründe und Ursachen der Jugoslawienkriege zeugt. Und ja, Vereinigungen würden sich genug Leute am Balkan wünschen, nämlich die der RS mit Serbien oder der Föderation mit Kroatien - aber da ist wohl die internationale Gemeinschaft davor, die die Einheit des künstlichen Konstrukts BiH unbedingt erhalten muss. Und auch eine Wiedervereinigung Serbiens und Montenegros wäre nicht so abwegig; schließlich haben bei der Volksabstimmung nur knapp 55% für die Unabhängigkeit gestimmt, und vielen von denen tut es schon wieder leid, weil es derzeit so aussieht, als hätte der Zug Serbiens in Richtung EU den Montenegros schon lange auf einem Abstellgleis weit hinter sich zurückgelassen.

On topic: Auch wenn der Standard von  "gemeinsamem Bahnunternehmen" schreibt - für 100% bare Münze würde ich das nicht nehmen. Wenn man die Situation kennt, weiß man, dass selbst zu Titos Zeiten die Jugoslovenske Železnice stark föderal organisiert waren. Die einzelnen Landesdirektionen Ljubljana, Zagreb, Sarajewo, Skopje, Podgorica und Belgrad agierten weitgehend autonom, hatten ihre eigene Organisationsstruktur, eigenen Fahrzeugpark (wenn eine "montenegrinische" Lok bis Belgrad durchfuhr, wurde dies in Form eines "Kilometerausgleichs" mit den Leistungen gegengerechnet, die "serbische" Loks auf montenegrinischem Gebiet erbrachten), eigene Infrastrukturabteilungen... - es würde mich also wundern, wenn tatsächlich ein einheitliches Unternehmen entstehen würde.

 
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« Antwort #5 am: Mo, 02.08.2010 08:14 »

On topic: Auch wenn der Standard von  "gemeinsamem Bahnunternehmen" schreibt - für 100% bare Münze würde ich das nicht nehmen. Wenn man die Situation kennt, weiß man, dass selbst zu Titos Zeiten die Jugoslovenske Železnice stark föderal organisiert waren. Die einzelnen Landesdirektionen Ljubljana, Zagreb, Sarajewo, Skopje, Podgorica und Belgrad agierten weitgehend autonom, hatten ihre eigene Organisationsstruktur, eigenen Fahrzeugpark (wenn eine "montenegrinische" Lok bis Belgrad durchfuhr, wurde dies in Form eines "Kilometerausgleichs" mit den Leistungen gegengerechnet, die "serbische" Loks auf montenegrinischem Gebiet erbrachten), eigene Infrastrukturabteilungen... - es würde mich also wundern, wenn tatsächlich ein einheitliches Unternehmen entstehen würde.

Warten wir einmal ab. Noch ist nix geschehen und jeder kocht derzeit sein eigenes Süppchen.
Daher sind auch die geplanten Reisezüge die aus ehemaligen, neu adaptierten Schlierenwagen der ÖBB (siehe Scan)



gebildet werden und von den zwischen 1971 und 1974 gebauten kraftvollen sechsachsigen Elektroloks der Baureihe JŽ 461 mit dem Spitznamen "Rumunka" (Rumänin) gezogen werden sollten leider gestorben. Aber vielleicht ergibt sich ja mal die Chance dieses Projekt neu zu starten. Wäre ja nicht ganz uninteressant.
Hier die Homepage von dem geplanten Projekt: http://www.wildbeautyexpress.com/main.php?content=start&lang=de&menu=
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jz 461
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« Antwort #6 am: Mo, 02.08.2010 21:39 »

Nein, gestorben ist bei diesem Projekt noch gar nichts. Die Waggons, die für das Projekt reserviert wurden, stehen noch immer herum und warten auf bessere Zeiten - in wahrsten Sinn des Wortes. Denn die Verzögerung dieses Projektes hat recht wenig mit der politischen Situation oder dem Eigenes-Süppchen-Kochen zu tun, als damit, dass die Touristenzahlen an der montenegrinischen Adriaküste im letzten Jahr um bis zu 30% eingebrochen sind. Damit, dass der montenegrinische Staat auf BB-Rating zurückgestuft wurde und damit international auf der gleichen Stufe der Kreditwürdigkeit mit der Elfenbeinküste und Ghana ist. Und damit, dass die ŽCG entgegen vollmundigen Versprechungen mittlerweile nicht einmal mehr in der Lage ist, eigene Waggons zu warten und zu revidieren und sie deshalb durch halb Ex-Jugo zu Gredelj oder Goša schickt. In so einer Situation springt kein privater Investor (denn das Projekt wäre als PPP-Modell geplant gewesen) ins kalte Wasser.
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