Das Regionalmanagement Waldviertel gibt vierteljährlich ein Informationsblatt (auf Neudeutsch Newsletter genannt) heraus, dessen Ausgabe 2/2010 auf über drei Seiten als Jubelpostille für das Buskonzept Waldviertel gestaltet ist. Schenkt man den überschwänglichen Berichten über das Buskonzept Glauben, dann brechen im Waldviertel in Sachen ÖV himmlische Zeiten an. Unter den Schlagworten "Schneller unterwegs", "Verlässliche Verbindungen", "Bequem und sicher", "Günstige Preise" etc. kann man lesen, wie toll das Busangebot im Waldviertel nun ist.
In einem weiteren Artikel über die FJB "Die Kaiserliche Bahn" ist hingegen zu lesen, dass auf der FJB ab 2011 leider mehrere Züge in den Relationen Sigmundsherberg - Schwarzenau und Schwarzenau - Gmünd eingestellt werden müssen und die Strecken Schwarzenau - Zwettl bzw. Schwarzenau - Waidhofen auf Autobusse umgestellt werden, wenn sie ab 2011 vom Land übernommen werden.
Den Vogel in der Jubelberichtserstattung über das tolle Busangebot schießt aber die Leiterin des Regionalmanagements Waldviertel, Ursula Poindl, ab, wenn sie im Editorial (siehe unten) meint:
"Jahrzehnte ohne wesentlichen öffentlichen Verkehr im Waldviertel...." Als ob es die Bahnlinien nicht schon seit weit über hundert Jahren als Grundgerüst des ÖV im Waldviertel gegeben hätte.
Manchmal schäme ich mich ein bisschen dafür, solche Leute wie Poindl, mit der ich leider geschäftlich zu tun habe, kennen zu müssen.
dr. bahnsinn
PS.: Die Ausgabe 2/2010 des Waldviertel-Newsletter kann leider noch nicht heruntergeladen werden, daher gibt es diesbezüglich leider keinen Link. Wer unbedingt mehr über das Waldviertelmanagement wissen möchte, hier bitte:
www.waldviertelportal.at PPS.: Am 22. 9. 2010 (europäischer autofreier Tag) wird im Waldviertel der "Tag der Waldviertellinie" mit Freifahrt auf allen Waldviertellinien gefeiert. Special guest:
LR Johann Heuras 