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Autor Thema: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.  (Gelesen 3868 mal)
dr. bahnsinn
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Die Donau ohne Donauuferbahn? Undenkbar!


« Antwort #120 am: Sa, 16.01.2010 13:29 »

Fortsetzung Nr. 56 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Vor 65 Jahren:

17. 1. 1945:
Im Kopfbahnhof von St. Valery-en-Caux an der französischen Kanalküste überfährt ein Zug einen Prellbock.
Opferbilanz: 84 Tote, 226 Verletzte.

Vor 25 Jahren:

20. 1. 1985:
Kein Eisenbahn-Unfall im eigentlichen Sinn. Tamilische Separatisten greifen im Urwald zwischen den Bahnhöfen Mankulam und Murukandy (Sri Lanka) einen Reisezug an. Die Guerilla-Kämpfer setzen bei ihrem Angriff Minen ein und beschießen die Fahrgäste. Unter den Opfern befinden sich daher neben Regierungssoldaten, die den Zug wegen mehrerer früherer Sabotageakte begleiten, auch zahlreiche Fahrgäste.
Opferbilanz: 36 Tote.

Vor 20 Jahren:

16. 1. 1990:
Im Bahnhof von Patna, der Hauptstadt des indischen Bundesstaates Bihar, fängt ein Reisezug Feuer.
Opferbilanz: etwa 100 Tote und Verletzte.

Quelle: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, tranpress Verlag, Stuttgart 1996.
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« Antwort #121 am: Fr, 22.01.2010 21:32 »

Fortsetzung Nr. 57 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Vor 100 Jahren:

21. 1. 1910:
Der "Soo-Express" von Montreal nach Minneapolis entgleist 77 km westlich von Sudbury (Provinz Ontario, Kanada) knapp vor einer Brücke über den Spanish River. Dabei stürzen ein Wagen 1. Kl. und der Speisewagen in den Fluss, ein Wagen 2. Kl. kracht auf das Brückenwiderlager. Allein in diesem Wagen sterben 20 Fahrgäste. Ein verletzter Schaffner schlägt mit einer Axt ein Loch in die Seitenwand des Speisewagens und rettet dadurch sieben Reisenden das Leben. Der Schaffner wird für seine Heldentat geehrt.
Opferbilanz: 37 Tote.

Quelle: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, transpress Verlag, Stuttgart 1996.

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« Antwort #122 am: Sa, 30.01.2010 17:46 »

Fortsetzung Nr. 58 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Vor 70 Jahren:

29. 1. 1940:
In eienm Vorort von Osaka (Japan) stürzt ein mit Industriearbeitern total überfüllter Dieseltriebwagen nach einem Zusammenstoß um und fängt Feuer.
Opferbilanz: 176 Tote, 669 Verletzte.
 
Vor 65 Jahren:

1. 2. 1945:
Im Bahnhof von Cazadero (Provinz Queretaro, Mexiko) fährt ein Sonderzug auf einen anderen, im Bahnhof stehenden Sonderzug auf. Dabei entgleisen alle neun Waggons, drei davon fangen Feuer. Beide Sonderzüge sollten Besucher zu einem Provinz-Festival nach San Juan de Las Lagos bringen.
Opferbilanz: 127 Tote.

Vor 60 Jahren;

29. 1. 1950:
In Sirhind im Pandschab (Indien) stoßen ein Post- und ein Güterzug zusammen. Etwa die Hälfte der Todesopfer sind indische Soldaten.
Opferbilanz: 63 Tote.

Vor 40 Jahren:

1. 2. 1970:
Der Schnellzug Tucunan - Buenos Aires fährt etwas außerhalb von Buenos Aires mit ca. 95 km/h auf einen wegen eines Motorschadens liegengebliebenen, mit etwa 1000 Fahrgästen besetzten Nahverkehrszug auf. Unfallursache: Menschliches Versagen eines Stellwerkswärters, der es unterlassen hatte, die Strecke rechtzeitug zu sperren. Die beiden letzten Waggons des Nahverkehrszuges werden völlig zerstört.
Opferbilanz: 236 Tote, etwa 400 Verletzte.

Quelle: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, transpress Verlag, Stuttgart 1996.

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« Antwort #123 am: Mo, 08.02.2010 17:42 »

Fortsetzung Nr. 59 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Vor 70 Jahren:

5. 2. 1940:
Eigentlich ein Verkehrsunfall mit schwerwiegenden Folgen. Auf einem Bahnübergang bei Cloppenburg-Ocholt (Reichsbahndirektion Münster, Deutschland) stößt ein Zug mit einem vollbesetzten Kraftomnibus zusammen, weil der Busfahrer den herannahenden Zug ignoriert.
Opferbilanz: 11 Tote, 31 Verletzte.

Vor 45 Jahren:

10. 2. 1965:
In einem zwischen Madrid und Barcelona verkehrenden Reisezug bricht kurz nach der Abfahrt vom Bahnhof Grisen im hiteren Zugteil ein feuer aus, bei dem mehrere Waggons völlig ausbrennen. Die Verletzten werden mit dem vorderen, unversehrt gebliebenen Zugteil in den Bahnhof von Saragossa transportiert, wo sie in ein Krankenhaus eingeliefert werden.
Opferbilanz: 30 Tote. Über die Zahl der Verletzten gibt es keine Angaben.

Quellen: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, transpress Verlag, Stuttgart 1996.
            Eisenbahnunfälle in Europa von Erich Preuß, transpress Verlag, Berlin 1991.

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« Antwort #124 am: Sa, 13.02.2010 14:18 »

Fortsetzung Nr. 60 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Vor 60 Jahren:

17. 2. 1950:
In Rockville Center, New York kommt es am späten Abend um ca. 22:30 Uhr am Ende eines baustellenbedingten eingleisigen Streckenabschnittes zu einer Flankenfahrt zweier Züge, wobei der eine hauptsächlich mit Pendlern, der andere mit heimkehrenden Theaterbesuchern besetzt ist. Bei der Flankenfahrt werden die jeweils linken Seiten der Waggons aufgerissen, was zahlreichen Fahrgästen zum Verhängnis wird. Unfallursache ist das Überfahren des Halt zeigenden Signals durch den Lokführer eines der beiden Züge. Bei der Gerichtsverhandlung gibt der Lokführer an, das Halt zeigende Signal zwar gesehen zu haben, aber auf Grund eines durch Bluthochdruck bedingten Blackouts reaktionsunfähig gewesen zu sein. Das Gericht akzeptiert dieses Verantwortung und spricht den Lokführer frei.
Opferbilanz: 31 Tote.

Vor 40 Jahren:

16. 2. 1970:
Bei Langalanga (Nigeria) entgleist ein Reisezug. Dabei stürzen die Diesellok und vier Waggons 25 m eine Böschung hinunter. Das Unglück ereignet sich am ersten Tag des moslemischen Eid-al-Kabir-Festes, daher ist der Zug voll mit Pilgern besetzt. Beim Abtransport der verletzten verunglückt auch noch der LKW, auf den die Verletzten verladen worden waren. Dabei kommen weitere 52 Personen ums Leben.
Opferbilanz: ca. 150 Tote.

Quellen: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, transpress Verlag, Stuttgart 1996.
            Die größten Eisenbahnkatastrophen von Keith Eastlake, Brown Partworks Ltd, London 1997.
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« Antwort #125 am: Mo, 15.02.2010 09:50 »

Vor 65 Jahren: Aus für die Bahnlinie Körmend - Güssing.

Im Februar 1945 verkehrte der letzte Zug zwischen Körmend und Güssing. Nach Kriegsende wurde der Bahnverkehr komplett eingestellt.

ORF Burgenland erinnert hier daran: http://burgenland.orf.at/stories/423084/

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« Antwort #126 am: So, 21.02.2010 20:32 »

Fortsetzung Nr. 61 der Eisenbahnunfall-Gedenktage:

Vor 35 Jahren:

22. 2. 1975:
In der Nähe von Tretten, nördlich von Lillehammer (Norwegen) stoßen der Schnellzug Oslo - Trondheim und sein Gegenzug, die in Tretten planmäßig kreuzen sollten, frontal zusammen. Unfallursache: Irrtümliche Streckenfreigabe für den Schnellzug Oslo - Trondheim.
Opferbilanz: 29 Tote.

Vor 25 Jahren:

23. 2. 1985:
In einem Richtung Nagpur (Ostindien) fahrenden Reisezug bricht Feuer aus, das Ziehen der Notbremse bleibt erfolglos, weil diese wegen des häufigen Mißbrauchs durch Fahrgäste auf Anweisung der Eisenbahndirektion ausgeschaltet ist.
Opferbilanz: Offiziell 34 Tote, Nachrichtenagenturen schreiben von 60 bis 100 Toten.

Quelle: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, transpress Verlag, Stuttgart 1996.

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« Antwort #127 am: Sa, 27.02.2010 19:37 »

Fortsetzung Nr. 62 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Vor 100 Jahren:

1. 3. 1910:
Bei strengem Frost und massiven Schneeverwehungen stecken zwei Reisezüge seit 25. 2. beim Westportal des Cascade-Tunnels in der Nähe von Wellington (Bundesstaat Washungton, USA) fest. Die Fahrgäste, die in den festsitzenden Züge ausharren müssen, fordern aus Besorgnis vor einem möglichen Lawinenabgang, dass zumindest einer der beiden Züge in den Tunnel geschoben werden soll. Das wird aber von den Zugmannschaft mit der Antwort, dass keine Lawinegefahr bestünde, abgelehnt. Kurz vor Tagesanbruch des 1. März geht jedoch eine Lawine ab und vertschüttet beide Züge.
Opferbilanz: 51 Tote.

Vor 70 Jahren:

Ende Februar 1940:
Ein Richtung Staatsgrenze zu den USA fahrender Reisezug stößt etwa 10 km vor dem Bahnhof von Queretaro (ca. 190 km nordwestlich von Mexico City) mit einem Güterzug zusammen.
Opferbilanz: 20 Tote.

4. 3. 1940: In der Präfektur Yamagati (Japan) reißt eine Lawine eine zwischen zwei Tunnels liegende Brücke in dem Moment weg, als ein Zug aus einem der Tunnels kommend die Brücke befährt. Die Lok und ein Teil des Zuges stürzen daraufhin über 20 m in ein Flussbett.
Opferbilanz: 37 Tote.

5. 3. 1940: Ein mit finnischen Frauen und Kindern besetzter Zug, der die Menschen drei Monate nach Ausbruch des Krieges gegen die Sowjetunion ins neutrale Schweden bringen soll, stößt bei Jittala, nördlich von Tampere bei dichtem Schneetreiben mit einem in südlicher Richtung fahrenden Zug zusammen und es bricht Feuer aus. Unfallursache: Überfahren mehrerer Halt zeigender Signale durch den Richtung Süden fahrenden Zug.
Opferbilanz: 21 Tote, darunter 16 Kinder.

Vor 35 Jahren:

28. 2. 1975:
Ein aus sechs Waggons bestehender und vollbesetzter Zug der Londoner Underground fährt am Morgen des 28. 2. 1975 ohne zu bremsen in die U-Bahnstation Moorgate ein und prallt mit voller Wucht gegen den Prellbock am Gleisende des Bahnsteiges 9. Dabei werden die ersten beiden Waggons und der vordere Teil des dritten Waggons vollkommen zerstört. Die ineinander verkeilten Wrackteile behindern den Zugang der Rettungskräfte zu den im engen Tunnel befindlichen Verletzten dermaßen, dass es 12 Stunden dauert, bis alle Verletzten geborgen sind. Die Unfallursache kann nicht geklärt werden. Die Autopsie des getöteten U-Bahnfahrers ergibt, dass der Fahrer keine gesundheitlichen Probleme gehabt haben dürfte. Röntenuntersuchungen an seinen Knochen ergeben, dass er zum Zeitpunkt des Unfalles seine Hände an den Bedienungselementen gehabt hatte.
Opferbilanz: 43 Tote, über 70 Verletzte.

Quellen: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, transpress Verlag, Stuttgart 1996.
            Die größten Eisenbahnkatastrophen von Keith Eastlake, Brown Partworks Ltd. London 1997.

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« Antwort #128 am: Sa, 13.03.2010 19:01 »

Fortsetzung Nr. 63 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Vor 70 Jahren:

17. 3. 1940:
Zwischen den Bahnhöfen Zaluka und Ozaij in der Nähe von Karlovac (Kroatien) entgleist ein Zug infolge eines Erdrutsches.
Opferbilanz20 Tote.

Quelle: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, transpress Verlag, Stuttgart 1996.
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« Antwort #129 am: Sa, 20.03.2010 19:37 »

Fortsetzung Nr. 64 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Vor 100 Jahren:

21. 3. 1910:
In der Nähe von Green Mountain (Bundesstaat Iowa, USA) entgleist ein Reisezug. Unfallursache: schlechter Zustand des Oberbaues.
Opferbilanz: 55 Tote.

Vor 65 Jahren:

22. 3. 1945:
Ein Güterzug fährt auf einen stehenden, in der Relation Karatschi - Rohri (Indien) verkehrenden Reisezug auf.
Opferbilanz: 24 Tote, 43 Verletzte.

Quelle: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, transpress Verlag, Stuttgart 1996.

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« Antwort #130 am: Mo, 05.04.2010 18:36 »

Fortsetzung Nr. 65 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Vor 100 Jahren:

30. 3. 1910:
Der Lokführer des Luxuszuges D 174 "Lloyd-Express" (Hamburg - Genua) mißachtet im Bereich des Bahnhofes Mühlheim an der Ruhr (Deutschland) ein Halt zeigendes Zwischensignal und fährt auf den Militär-Urlaubersonderzug 40 (Düsseldorf - Metz) auf, der eben im Begriff ist, nach einem Signalhalt weiterzufahren. Sieben Waggons des Urlaubersonderzuges, der Soldaten in den Osterurlaub bringen sollte, entgleisen und werden schwer beschädigt bzw. zerstört, da die hölzernen Wagenkästen dem ungebremsten Aufprall des D 174 wenig Widerstand bieten.
Die Lloydzüge brachten betuchte Schiffspassagiere des Norddeutschen Lloyd von Hamburg bzw. Bremen nach Genua, um ihrer Klientel bei ihren Reisen in den Mittleren und Fernen Osten die zeitaufwendige Reise mit dem Schiff um die iberische Halbinsel zu ersparen. Die Züge bestanden ausschließlich aus bestem Wagenmaterial, hatten Vorrang gegenüber allen anderen Zügen und sollten außerplanmäßig nach Möglichkeit nicht angehalten werden. Einerseits wollte man mit dieser bevorzugten Behandlung die privilegierten Fahrgäste nicht vergrämen, andererseits durfte der Zug die Abfahrt der Lloyd-Schiffe in Genua auf Grund einer Verspätung nicht verpassen. Diese Umstande sind dennoch keine Erklärung dafür, warum der Lokführer und auch der Heizer des D 174 die Haltstellung eines Signals mißachteten. Beide überlebten den Unfall und behaupteten übereinstimmend, sämtliche Signale hätten frei gezeigt, was aber auf Grund des vorhandenen Streckenblocks auf der Strecke Düsseldorf - Köln technisch unmöglich war.
Übrigens war dieses Unglück für den Zeitungsboulevard, den es damals offensichtlich auch schon gab, ein gefundenes Fressen, um die Neidgenossenschaft bedienen zu können.
Opferbilanz: 20 Tote, 41 Schwerverletzte, darunter ein Reisender und ein Speisewagenkellner des Lloydzuges.

Vor 70 Jahren:

7. 4. 1930:
Kein Eisenbahn-Unfall im herkömmlichen Sinn in einer Kohlengrube bei Oira - Kyushu (Japan): Im Tender einer Grubenbahn-Lok detoniert ein Dynamit-Sprengsatz, der beim Kohlenabbau verwendet worden war, aber offensichtlich nicht gezündet hatte. Die Grubenbahnlok und die Waggons werden zerstört, der bei der Explosion ausgebrochene Brand zerstört außerdem einen angernzenden Wald.
Opferbilanz: 17 Tote, 2 Schwerverletzte.

Vor 60 Jahren:

6. 4. 1950:
Während ein in den Abendstunden nach Victoria in der Nähe von Rio de Janeiro (Brasilien) zurückkehrender Ausflüglerzug eine Brücke über den Fluß Tangua überquert, bricht diese auf Grund mehrtägiger schwerer Regenfälle in sich zusammen. Lok, Gepäckwagen und fünf Reisewagen stürzen in den Fluß. Einer der Waggons wird in die Flußmitte abgetrieben, die übrigen bleiben in Ufernähe liegen. Die Rettungsmaßnahmen werden dadurch erschwert, dass in der Nähe eine Straßenbrücke ebenfalls einstürzt, sodass die Rettungsfahrzeuge erst mit erheblicher Verspätung eintreffen.
Opferbilanz: 110 Tote, über 300 Verletzte.  

Vor 55 Jahren:

3. 4. 1955
In der Nähe von Guadalajara (Mexiko) entgleist ein Reisezug und stürzt in eine Schlucht.
Opferbilanz: rd. 300 Tote.

Vor 45 Jahren:

28. 3. 1965:
In Commendador in der Nähe von Rio de Janeiro rast ein Reiszug in die Waggons eines entgleisten Güterzuges, wobei die ersten beiden Waggons des Reisezuges umstürzen.
Opferbilanz: 21 Tote, 40 Verletzte.

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« Antwort #131 am: Sa, 10.04.2010 18:41 »

Fortsetzung Nr. 66 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Vor 85 Jahren:

9. 4. 1925:
Auf der elektrifizierten Vorortelinie von Barcelona nach Tarrasa stoßen nahe des Vorortes Las Planes zwei Vorortezüge am Ausgang eines Tunnels zusammen, wobei mehrere Waggons gegen die Tunnelwände prallen.
Opferbilanz: 25 Tote, 46 Schwerverletzte.

Vor 60 Jahren:

12. 4. 1950:
Der "Kumaon-Express" entgleist kurz vor einer Brücke über den Fluss Tarara in der Nähe der Stadt Bitroi (Indien). Die Lok und der erste Waggon überqueren die Brücke noch unbeschadet, während die restlichen Waggons in den Fluß stürzen. Unfallursache: Sabotage.
Opferbilanz: 36 Tote, 101 Verletzte.

Quelle: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, transpress Verlag, Stuttgart 1996.

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« Antwort #132 am: Sa, 17.04.2010 19:01 »

Fortsetzung Nr. 67 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Vor 80 Jahren:

16. 4. 1930:
Kein Eisenbahn-Unfall im eigentlichen Sinn. In einem Waggon eines Reisezuges in Domodedowo bei Moskau war Spiritus veschüttet worden, der durch ein versehentlich zu Boden gefallenes Zündholz in Brand gesetzt wird, der sich explosionsartig auf den ganzen Waggon ausbreitet. Wie in den damaligen Zeiten üblich, darf in den Medien über das Unglück nicht berichtet werden. Erst Monate später dringen Meldungen darüber an die Öffentlichkeit.
Opferbilanz: 45 Tote, 23 Schwerverletzte.

Vor 70 Jahren:

19. 4. 1940:
Der rd. 20 Minuten verspätete "Lake Shore Limited-Express" entgleist in der Nähe von Little Falls (Bundesstaat New York, USA) in einem v/max. 70 km/h-Bogen auf Grund weit überhöhter Geschwindigkeit. Dabei werden die Lok und die ersten drei Waggons beim Aufprall auf ein Brückenwiderlager weitgehend zerstört. Der 73-jährige Lokführer wird getötet, der auf der Lok mitfahrende Bahn-Inspektor wird schwer verletzt, sodass er sich angeblich an nichts erinnern kann. Die Ursache, warum der Zug zu schnell war, kann daher nicht eruiert werden.
Opferbilanz: 30 Tote, 100 Verletzte.

Vor 15 Jahren:

15. 4. 1995:
Bei Quweisna (Ägypten) rammt ein Schnellzug auf einer EK einen Autobus.
Opferbilanz: 42 Tote (im Bus).

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« Antwort #133 am: Sa, 24.04.2010 12:22 »

Fortsetzung Nr. 68 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Vor 90 Jahren:

24. 4. 1920:
Der "Allahabad-Delra-Dun-Express" fährt auf einen vor dem Einfahrsignal des Bahnhofes Mewa Newada (Indien) wartenden Güterzug auf. In den Waggons des Expresszuges explodieren beim Aufprall mehrere Druckgasflaschen, sodass auch noch Feuer ausbricht.
Opferbilanz: 45 Tote, 55 Verletzte.

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« Antwort #134 am: Fr, 30.04.2010 15:05 »

Fortsetzung Nr. 69 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Vor 85 Jahren:

1. 5. 1925:
Ein von Königsberg (Kaliningrad) in Ostpreußen nach Berlin verkehrender Schnellzug entgleist im polnischen Korridor zwischen Ostpreußen und Westpreußen in einem engen Bogen. Dabei stürzen die Lok und die ersten sechs Waggons die Bahnböschung hinunter. Die polnische Lokmannschaft kann vor dem Absturz rechtzeitig abspringen und läuft im Anschluß davon. Da das polnische Zugpersonal während der Durchfahrt durch den Korridor die Waggons den Vorschriften entsprechend abgeschlossen hatte, dauert es über zwei Stunden, bis die Rettung der im Zug eigeschlossenen Personen anlaufen kann. Die meisten Todesopfer des Unglücks sind im 1.Kl.-Waggon, der gleich hinter der Lok gereiht war, zu beklagen, da er von den dahinter gereihten Waggons beim Absturz total zerstört wurde.

Nach dem Unfall bricht ein diplomatischer Konflikt zwischen Polen und Deutschland aus, da deutsche Eisenbahn-Ingenieure aus Danzig die polnischen Bahnbehörden beschuldigen, die Bahnanlagen vernachlässigt zu haben. Polen wirft seinerseits den Deutschen vor, einen Sabotageanschlag auf den Schnellzug verübt zu haben, um Polen dadurch in Mißkredit zu bringen und setzt eine Belohnung in Höhe von 50 000 Zloty für die Egreifung der Schuldigen aus. Schließlich wird die Angelegenheit an die Ständige Kommission, die die Streitigkeiten zwischen den beiden Ländern zu behandeln hat, übergeben. Die Kommission trifft ein salomonisches Urteil: Der Streckenzustand war nicht unfallcausal und den Vorwurf Polens, Deutschland hätte einen Sabotageanschlag angeordnet, müsse Polen beweisen. Die Sache ging aus wie das Hornberger Schießen.
Opferbilanz: 26 Tote, 12 Schwerverletzte.

Vor 70 Jahren:

5. 5. 1940:
Nach wolkenbruchartigen Niederschlägen stürzt eine Brücke über einen hochwasserführenden Fluß zwischen den Bahnhöfen Epineuil-le-Fleuriel und Vallon (Frankreich) ein, als der Schnellzug Paris - Montlucon über sie hinwegfährt. Der Zug stürzt in die Fluten des Hochwassers.
Opferbilanz: 33 Tote, 46 Schwerverletzte.

Vor 20 Jahren:

3. 5. 1990:
Bei Oaxaca (Mexiko) entgleist ein führerloser Zug.
Opferbilanz: 40 Tote.

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